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Harburg21: Die lokale Agenda 21 in Harburg lebt!

Auf einer Presseveranstaltung im Harburger Rathaus präsentierten das Agenda Büro Harburg und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald eine neue Dokumentation zur lokalen Agenda 21 in Harburg.

Bernhardt Hellriegel hat als Bezirksamtsleiter in seinem Vorwort die Verpflichtung Harburgs hervorgehoben, einen Beitrag für weltweite soziale Gerechtigkeit und für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen der nachfolgenden Generationen zu leisten und die Vielfalt und den Erfolg vieler kleiner Schritte in Harburg betont. Dieses wird auch eindrucksvoll durch die vorliegende Dokumentation deutlich: die Arbeit in der Lenkungsgruppe, auf den Vollversammlungen und besonders in den vielen Arbeitsgruppen belegt, Harburg21 lebt und entwickelt sich.

Beispielhaft präsentierte die Arbeitsgruppe Schulen Ergebnisse ihrer Arbeit. Gekommen waren die drei Harburger Umweltschulen, die auf der Veranstaltung für ihr herausragendes Engagement geehrt wurden. Aus der Hand des stellvertretenden Bezirksamtsleiters Dr. Burkhardt Jaeschke erhielten Schülerinnen und Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, der Schule Hanhoopsfeld und der Schule Rönneburg eine besondere Auszeichnungsurkunde. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stiftete Birnenquitten für Baumpflanzaktionen auf den Schulgeländen und setzte somit neue Aktivitäten in Gang. Die Schülerinnen und Schüler der drei Rönneburger Schulen präsentierten der Öffentlichkeit im großen Saal des Rathauses in eindrucksvollen Liedern, Texten und Bildern ihr langjähriges Engagement für die Umwelt und eine lebenswerte Zukunft.

Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium kündigte als neunfache Umweltschule eine weitere aufsehenerregende Aktivität an. Die Schule wird sich im April zum zweiten Mal einer Überprüfung durch unabhängige externe Gutachter stellen und ihre Qualität in Hinblick auf Umweltorientierung und Nachhaltigkeit unter Beweis stellen. Angestrebt ist eine erneute Zertifizierung nach dem europäischen Standard „Öko-Audit“. Sollte dieses gelingen, so wäre das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium eine der ersten Schule in ganz Deutschland, der die Wiederholung einer derartigen Zertifizierung gelungen ist.

© 2004 Mar

Das AvH stellt sich vor

 

Plakat - Das AvH stellt sich vor
Am Sonnabend, den 17.1.2004, veranstaltet das AvH von 11.00 bis 13.30 Uhr einen Tag der offenen Tür.

Diese Veranstaltung wendet sich sowohl an interessierte Eltern und Schüler der 4. Grundschulklassen als auch an die allgemeine Öffentlichkeit, die sich einen Einblick in die Wilstorfer Schule verschaffen möchte.

An diesem Tag sollen Unterricht und Schulleben in vielfältiger Weise dargestellt werden. Um 11.00 Uhr begrüßen der Schulleiter Jürgen Marek sowie der Elternrats-vorsitzende Dr. Gottfried Patzschke zusammen mit dem Unterstufenchor die Gäste. In sechs kurzen Einheiten wird danach Einblick in den Unterricht der Beobachtungsstufe gewährt. Darüber hinaus stehen alle Türen offen in den Klassenräumen, den Räumen der Kunsterziehung (Ausstellung praktischer Ergebnisse) und der Musik, den Fachräumen der Naturwissenschaften (u.a. mit Experimenten), der Informatik sowie der Turnhalle. Vielfach wird zum Experimentieren und Ausprobieren eingeladen. Der Spielecontainer ist besonders zum Zeitvertreib der kleineren Gäste geöffnet. Es werden Führungen zur Erkundung des weitläufigen Geländes der Umweltschule in Europa angeboten. Mit berechtigtem Stolz wird auf die vielfältigen Eine-Welt-Projekte hinge-wiesen, besonders auf die durch Mitglieder der Schulgemeinschaft in Gambia errichtete Solaranlage. Weitere Ausstellungen und Darbietungen runden das Bild ab. – Die Schule präsentiert sich gleichzeitig als Hamburgs erste Schule mit einem Öko-Audit.

Alle Gäste sind herzlich eingeladen, das Gespräch mit den Lehrerinnen und Lehrern der Schule zu suchen und sich Beratungen und Informationen zu holen. Bereits „erfahrene“ Eltern (besonders die Mitglieder des Elternrats), Schülerinnen und Schüler geben gern Auskunft über ihre Schule. Diese Gespräche können in einem Café der 7. Klassen in ruhiger und gemütlicher Atmosphäre geführt werden.

Feierliche Auszeichnung für die Sieger der Schulwettbewerbe im Hamburger Rathaus

Einmal im Jahr werden in einer eindrucksvollen Bilanz die vielfältigen Aktivitäten Hamburger Schülerinnen und Schüler deutlich. Das Wettbewerbsfest, auf dem diese Aktivitäten gewürdigt und geehrt werden, fand in diesem Jahr erstmalig im feierlichen Rahmen im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses statt. 116 Hamburger Schulen haben im vergangenen Jahr an Schülerwettbewerben teilgenommen. „So viele wie noch nie zuvor“, betonte der neue Staatsrat der Behörde für Bildung und Sport Gerd Hünerberg und zeigte sich auch beeindruckt von der Vielfalt der Wettbewerbsthemen aus den Bereichen Geschichte, Fremdsprachen, Politik, Theater, Sport, Musik, Kunst und Umwelt- und Gesundheitserziehung.

Auch aus dem Süderelberaum waren zahlreiche Schulen mit ihren erfolgreichen Schülergruppen und deren Betreuern vertreten. In den Fremdsprachen wurde Klassen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums und des Friedrich-Ebert-Gymnasiums für ihre hervorragenden Leistungen in den Sprachen Latein und Spanisch geehrt. Die Gesamtschulen Finkenwerder und Fischbek machten durch hervorragende Leistungen im Wettbewerb „Theater macht Schule“ auf sich aufmerksam und die Pianistin Ricarda Schmersahl vom Friedrich-Ebert-Gymnasium wurde für ihre außergewöhnlichen musikalischen Leistungen geehrt.

Einen großen Eindruck hinterließen auch wieder einmal die zahlreichen Umweltschulen aus dem Süden. Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, die Schule Hanhoopsfeld, die Gesamtschule Kirchdorf und die Grundschule Rönneburg konnten aus der Hand von Staatsrat Gerd Hünerberg die begehrte Auszeichnungsurkunde und ein Informations- und Materialpaket zum Thema „Fairer Handel“ in Empfang nehmen und deutlich machen, dass das Thema der lokalen Agenda 21 bei den Schulen in guter Hand liegt.

© 2003 Mar

Aktive Pause am AvH

Pausengestaltung hat am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium eine lange Tradition und einen sehr hohen Stellenwert. Seit Jahrzehnten gibt es ein großes Engagement von über 60 Müttern und Väter der Schule bei der Gestaltung eines gesunden Pausenfrühstückes. Der kostenlose Ausschank von Biolandvollmilch und ein breites Angebot von vollwertiger Kost sind hier die Schwerpunkte der Arbeit.

Die Klasse 6b hat nun zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Sommerfeld und Frau Adrians ein weiterer wichtiges Feld einer sinnvollen Pausengestaltung wieder entdeckt und völlig neu entwickelt: die aktive Pause. Noch vor einigen Jahrzehnten waren Bewegung, Herumtollen im Freien und das Austesten der eigenen körperlichen Fähigkeiten eine Selbstverständlichkeit bei Kindern und Jugendlichen. Heute finden sich immer weniger Spielräume und Angebote, in denen dieser Spaß an Spiel und Sport gefahrlos und kreativ ausgelebt und angeregt werden kann.

Ein solches attraktives Angebot fehlt insbesondere auch in den Schulpausen stellten die Schülerinnen und Schüler der 6b fest und starteten eine eigene Initiative zur Gestaltung dieser Pause nach Schülerwünschen. Im Rahmen eines Unterrichtsprojektes wurden Wünsche und Bedarfe in der Schülerschaft ermittelt und konkrete Konzepte für die Anschaffung geeigneter Sport- und Spielmittel erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler formulierten auch ein ausgeklügeltes Betreuungs- und Ausleihkonzept.

Natürlich benötigt man zur praktischen Umsetzung dieser Konzepte auch Geld. Durch Initiative der Schülerinnen und Schüler kamen über 500 Euro aus Spendengeldern von Eltern zusammen, der Schulverein bewilligte ebenfalls einen Zuschuss und auch die Schulkonferenz war von den Schülervorstellungen so überzeugt, dass sie Geld aus den durch das Energiesparkonzept der Schule erwirtschafteten Mittel zur Verfügung stellte.

Gleichzeitig wurde aber deutlich, dass erfolgreiches Engagement stark durch die Hilfe von außerschulischen Sponsoren gefördert und entwickelt werden kann. Die Peter-Mählmann-Stiftung der Hamburger Sparkasse, die sich seit 1996 die Förderung der Jugend auf den Gebieten Bildung, Erziehung, Kultur und Sport auf ihre Fahnen geschrieben hat, war jedenfalls von der Aktivität der Schülerinnen und Schüler so beeindruckt, dass sie die aktive Pause mit einem großen Beitrag zur Anschaffung von Sport- und Spielgeräten förderte. Herr Fuchs überreichte als Vertreter der Hamburger Sparkasse einen Scheck über 1500 Euro an die Schülerinnen und Schüler und betonte in seinen Ausführungen die sehr guten Kontakte zwischen dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium und der Hamburger Sparkasse.

Die aktive Pause bietet nun mit ihrem neuen Angebot an Ballspielen, Pedalos, Wurfgeräten und sogar Einrädern vielfältige Möglichkeiten zur Verbesserung der Geschicklichkeit, zur Förderung von kreativem und phantasievollem Spiel, zur Anregung von sozialem Miteinander und zum Abbau von Aggressivität und Überaktivität in den Pausen. Sie trägt damit wesentlich zur Verbesserung der Lern- und Lebensqualität in der Schule bei.

Die Schule verdankt dieses der Klasse 6b, der es zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Sommerfeld durch großes Engagement und vielfältige Aktivitäten gelungen ist, aufzuzeigen, wie man vom Denken zum Handeln kommt. Die Klasse hat damit gleichzeitig ein hervorragendes Beispiel gegeben, wie Schülerinnen und Schüler im Sinne des Schulprogramms des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums ihre Schule nachhaltig mitgestalten und verbessern können.

© 2003 Mar

Trainingslager für Klassensprecherinnen und Klassensprecher – Ombudsfrau für Hamburger Schülervertretungen zu Gast beim AvH

70 aktive und trainingswillige Schülervertreter, Lehrer und Eltern erlebten am 6. und 7. November das traditionelle 2-tägige Klassensprecher-Seminar des Alexander-v.-Humboldt-Gymnasiums auf dem Reiherhorst in Maschen. Inhalt des Seminars ist ein spezielles Training, das Klassensprecherinnen und Klassensprecher zu verstärkter Mitbestimmung im Schulleben ermutigt und befähigt. Mitgestaltung ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil im Schulprogramm des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, sondern auch als Kompetenz in den neuen Bildungsplänen fest verankert.

Eine große Besonderheit war in diesem Jahr die gemeinsame Arbeit mit Frau Barbara Beutner, der Ombudsfrau für Schülervertretungen für Hamburg. Die Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht: Dieses Amt gibt es in keinem anderen Bundesland außer Hamburg. Im Mittelpunkt des Gespräches standen die typischen Konfliktfelder, in denen die Ombudsfrau um Rat gebeten wird, wie z. B. bei Problemen rund um das Thema Klassenarbeiten oder wenn Schülervertreter sich in der Ausübung ihres Amtes behindert sehen, aber „ich löse nicht die Probleme für die Schüler“, so Frau Beutner zu ihrer Arbeitsweise, „sondern ich zeige ihnen Lösungsstrategien auf, die sie mit meiner Hilfe dann selber verfolgen.“

Hilfe zur Selbsthilfe – Learning by doing! Das gilt auch für die gesamte Anlage des Seminars: Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern Wissen über Organisation, über Beschwerdemanagement und Konfliktlösung zu vermitteln sowie in Rollenspielen zu trainieren, eigene Interessen angemessen wahrzunehmen, denn „es reicht nicht, seine Rechte nur zu kennen, man muss auch wissen, wie man sich für diese Rechte und für seine Interessen einsetzen kann“, versichert Schulsprecher Michel Welke.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung der Gremien, Projektgruppen und Arbeitsgemeinschaften, in denen Schülerinnen und Schüler in der Schule bereits tatkräftig und erfolgreich mitgestalten und mitbestimmen. „Unsere Erfahrung ist, dass Schülerinnen und Schüler sehr wohl in der Lage sind, das Schulleben mit ihren Ideen und ihrer aktiven Mitarbeit außerordentlich zu bereichern und dabei selbst erfahren, dass sie Leben positiv gestalten können, indem sie Initiative ergreifen und Verantwortung übernehmen“, sagt Sabine Hansen, die stellvertretende Schulleiterin des Rönneburger Gymnasiums, das mit dem Seminar unter ihrer Leitung eine langjährige Tradition fortsetzt.

Einen Beweis für die Gestaltungskompetenz und ein gutes Beispiel, wie viel Spaß man bei der ganzen Sache haben kann, liefert schließlich das Vorbereitungsteam des Seminars. Wie jedes Jahr besteht es überwiegend aus Schülerinnen und Schülern, die „ihr“ Projekt Klassensprecher-Seminar außerordentlich souverän planen, organisieren und durchführen, von den Inhalten bis hin zu hin zum abendlichen Fun-Programm, das die Schülervertreterinnen und -vertreter von der 5. bis zur 13. Klasse auch in diesem Jahr wieder einmal ein Stück näher zusammengebracht hat. Als besondere Anerkennung der Arbeit und des Engagements der Schüler sind diese auf dem zweitägigen Seminar Gast der Schule, die die Kosten aus den durch Energie- und Wassersparprojekten selbst erwirtschafteten Mittel bestreitet.

© 2003 Hs

In Rönneburger Schulen ist die Umwelt in Ordnung

Das AvH, die Schule Hanhoopsfeldt und die Grundschule Rönneburg wurden als Umweltschule in Europa ausgezeichnet. Die Ausschreibung „Umweltschule in Europa“ ist kein Wettbewerb mit Siegern, sondern ein Kooperationsprojekt für Schulen auf dem Wege zu einer nachhaltigen und umweltverträglichen Entwicklung. Statt zu konkurrieren, wird voneinander und miteinander gelernt – in der eigenen Schule, mit den Eltern, im Kontakt zu anderen Schulen und zu außerschulischen Partnern. In Rönneburger Schulen ist die Umwelt in Ordnung weiterlesen

Zeitzeugen beeindruckten Schülerinnen und Schüler des AvH

Sally Perel und Roma Benatar waren aus Israel nach Hamburg gereist, um mit Schülerinnen und Schülern in Hamburg über ihre Erfahrungen als Juden in der NS-Zeit zu sprechen.

In der vergangenen Woche waren sie einen Vormittag zu Gast am Rönneburger Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, um unter der Leitung von Sabine Hansen und Matthias Peters über ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu berichten und zu diskutieren (Der Neue Ruf berichtete) Ungefähr 70 Schülerinnen und Schüler waren berührt und beeindruckt von den verschiedenen Lebens- und Leidenswegen, den beide als Kinder und Jugendliche in der NS-Zeit durchgemacht haben.

Sally Perell, dem es nur durch Leugnung seiner eigenen Identität in der Rolle eines Hitlerjungen gelang die NS-Zeit zu überleben, hat seine Erfahrungen in dem Buch „Hitlerjunge Salomon“ verarbeitet. Die Jugendlichen, die zuvor die Verfilmung dieses Buches gesehen hatten, hatten in der Diskussion gleichzeitig die Originalperson des Buches und den Autoren vor sich und wurden von den Schilderungen dieses Lebensweges eines Jugendlichen im Kampf ums Überleben in den Bann gezogen.

Roma Benatar schilderte in bewegenden Worten ihren Kampf ums Überleben vom Warschauer Ghetto über die Konzentrationslager Majdanek, Auschwitz und Ravensbrück bis hin zur Befreiung bei Kriegsende. Die Schülerinnen und Schüler, die sich intensiv auf diesen Tag vorbereitet hatten, waren von der Dichte der Schilderungen über Ausgrenzung, Verfolgung, Folter, Hunger und menschlichem Leiden tief ergriffen. Diskriminierung und Verfolgung wurden persönlich nachvollziehbar im Leben einer starken Frau, die sich im Warschauer Ghetto ihre Bildung selbst erkämpfen und organisieren musste, und die nach der Vernichtung ihrer Familie auf sich alleine gestellt, Verfolgung und Hunger überlebte. Nach 50 Jahren des Schweigens war sie erstmalig bereit, mit deutschen Schülerinnen und Schüler über diese persönlichen Erlebnisse zu sprechen.

Der tiefe Eindruck, den die Zeitzeugin hinterlassen hat, wurde in den Äußerungen der Schüler deutlich: Eine 17 jährige Schülerin, gerade selbst in dem Alter, in dem Roma Benatar während ihrer Lagerzeit war, fasste ihre Eindrücke in den Worten zusammen: „Ich nehme mit, Bewunderung für den Mut und die Stärke, die Sie, sowohl als junges Mädchen als auch heute, gezeigt haben und noch weiter leben und zeigen. Ich nehme auch mit, Verständnis für die Angst zu sprechen und zu erzählen, meinen Großeltern gegenüber.“

© 2003 Mar

widerspenstig – Eine sehr freie Adaption von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“

Mit „widerspenstig“ präsentiert das Alexander-v.-Humboldt-Gymnasium ein fächer- und stufenübergreifendes Projekt, an dem nicht nur die ästhetischen Fächer Darstellendes Spiel, Musik und Kunst beteiligt sind, sondern auch das Fach Sport. Schülerinnen und Schüler von der 7. bis zur 13. Klasse spielen Theater und Live-Musik, singen solo und im Chor und tanzen nach eigenen Choreographien bis sich die Bretter, die die Welt bedeuten, im Rieckhof biegen. – Eine gelungene Kooperation eines Lehrerinnen-Quartetts, das mit Einsatzfreude und Spaß bei der Sache ist.

Zum Inhalt: Alle Männer schmachten nach der lieblich niedlichen Bianca. Doch leider darf die erst ausgehen, wenn ihre ältere Schwester Katharina, widerspenstig und auf Krawall gebürstet, ebenfalls ausgeht. Rettung naht: Petruchio, mutig, wild und gefährlich … („Ich kam zur Welt, um dich zu zähmen, dich Haderkatz zur Hauskatz klein zu stutzen…“) So weit so gut, aber: Wer zähmt am Ende wen?

Witzige Dialoge, pointierte Charaktere und Typen – so richtig aus dem Leben gegriffen – in denen sich manche Töchter, Väter und jugendliche Verehrer nur allzu deutlich wieder erkennen, begeisterten das Publikum ebenso wie die mitreißenden Orchesterarrangements und die Tanzeinlagen. Die großartigen Leistungen der insgesamt über 90 Mitwirkenden wurden mit anhaltendem Beifall quittiert.

© 2003 Hs

Monologe

Ort und Zeit: Ein Hochhaus mit vielen Wohnungen in einer großen Stadt in der Gegenwart. Jede Person lebt allein in ihrer Wohnung. Kommunikation oder Interaktion zwischen den Personen findet nicht statt; eine Auseinandersetzung mit den Nachbarn sehr wohl (aber eben nur in den Monologen).

Zum Spiel

Die Spielfläche beschränkt sich auf senkrecht von oben kommende Scheinwerferkegel (= Wohnungen). Sämtliche Aktion, Bewegungen, Gänge, das Hantieren mit Requisiten muss in diesem Lichtkegel geschehen.

1. Alle lieben Kai

17.04.03 - Monologe - Alle lieben Kai
17.04.03 – Monologe – Alle lieben Kai

Kai Pfirsich hält sich für den Mittelpunkt des Universums. Jede Frau im Haus schwärmt für ihn, bis auf eine, und die ist ausgerechnet diejenige, die er liebt.

2. „Ich hasse dieses Haus!“

17.04.03 - Monologe - Ich hasse dieses Haus
17.04.03 – Monologe – „Ich hasse dieses Haus!“

In unserem Stück geht es um die Beziehungen zwischen den sozial unterschiedlichen Gruppen innerhalb einer Wohngemeinschaft. Es kommt zu vielen Reibungspunkten, ausgelöst durch die in Hochhäusern vorherrschende Anonymität. In diesem Hochhaus werden sechs Personen näher vorgestellt. Zum Einen der arbeitslose Walter, der Rentner Erich, die Prostituierte Monique und der Zuhälter Jonny, zum Anderen die Studentin Celina und die Karrierefrau Susann.

3. Sehr viel Lärm um gar nichts

17.04.03 - Monologe - Sehr viel Lärm um gar nichts
17.04.03 – Monologe – Sehr viel Lärm um gar nichts

Es geht um Intrigen, Beziehungen, Neid und Unzufriedenheit. Die vier Personen sind auf Grund dessen das ganze Stück über damit beschäftigt, ihre Wohnungen zu tauschen.

4. Leben – wie?

17.04.03 - Monologe - Leben - wie
17.04.03 – Monologe – Leben – wie

Während Ulrike Böhm ihr ganzes Leben damit verbringt dem Geld hinterher zu jagen und Maja Petrovisz sich darauf konzentriert möglichst nur Spaß zu haben, versucht Hermine Hesse krampfhaft den Sinn des Lebens zu finden.

5. Nach eigener Facon glücklich sein

17.04.03 - Monologe - Nach eigener Facon glücklich sein
17.04.03 – Monologe – Nach eigener Facon glücklich sein

Ein Stück über die Vorstellungen vom Leben – über die Wünsche, in ihrer eigenen kleinen Welt zu leben oder den Traum, die absolute Freiheit zu genießen. Ein Stück über fünf Menschen in einem Mietshaus, die die Lebensweisen der anderen akzeptieren, nachempfinden können oder auch schlichtweg verachten.

© S4 GK DSp (Tr)