Forschen im WP3-Unterricht

Regenerative Energien im WP3-Unterricht

„Die Menschheit hat zwei große Herausforderungen“, ist sich der Hamburger Chemie-Professor Michael Fröba sicher, „Infektionen und die Energiespeicherung“. Zu Letzterem forscht er.

Diese Problematik wird auch am AvH schon langjährig in den Unterricht integriert. Interessierten Schülerinnen und Schülern steht dabei der Wahlpflichtkurs „Regenerative Energien“ offen. Zwei Stunden in der Woche untersuchen 8-10.-Klässler unterschiedlichste Formen der umweltfreundlichen Energiegewinnung, wie Solarzellen oder Sonnenkocher. Sie machen sich Gedanken über eine reflektierte Energienutzung und analysieren dabei den Energieverbrauch von Haushalt und Schule und beschäftigen sich mit Fragen der Wärmedämmung. Dabei erwerben sie nicht nur eine fachlich-methodische Kompetenz, die sich auf die Methoden der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung erstreckt. „Mein Anliegen ist es, dass die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Physik nicht das ist, was im Physikraum oder im Labor stattfindet, sondern, dass die auftauchenden Fragen auch aus gesellschaftlichen Problemen erwachsen. Physik ist also irgendwie überall.“, sagt Kursleiter Armin Kunz dazu. Denn gerade die tagesaktuelle Debatte um eine nachhaltige und verlässliche Energieversorgung lässt sich mit naturwissenschaftlicher Sachkenntnis erst fundiert verfolgen. Und so gerüstet kann auch eine eigene begründete Position in der oft ideologisch gefärbten Debatte eingenommen werden.

Dazu werden in dem Kurs auch aktuell beforschte Themen praxisnah angegangen. Mit großem Engagement haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich in den letzten Jahren der Brennstoffzellentechnik gewidmet. Diese Technologie kann eine Rolle in der Energiespeicherung und emissionsfreien Energiebereitstellung spielen. In diesem Rahmen wurden bereits einige funktionsfähige Modelle von Rollstühlen, medizinischem Gerät und Haushaltsgeräten wie Rasenmähern erstellt und mit Preisen bei Wettbewerben ausgezeichnet.

Dass daraus auch eine persönliche Aufgabe werden kann zeigt sich daran, dass Absolventen des Kurses nun am Institut von Prof. Fröba studieren.

© 2013 Kn