19.11.12 - Das Betriebspraktikum als Theaterspiel präsentiert

Konzeption der ästhetischen Fächer Jahrgang 9 und 10

Sänger können tanzen, Schauspielerinnen können singen, Künstler können Filme drehen und Musik machen: Das ist inzwischen im so genannten Kulturbetrieb völlig selbstverständlich. Doch in der Schule sollen sich Schüler/innen zur 9. Klasse für eines der drei Fächer „Bildende Kunst“, „Theater“ oder „Musik“ entscheiden und damit gegen die beiden anderen. Wir sind der Meinung: Das passt nicht zu unserer Zeit und damit nicht zur künstlerischen Ausrichtung am AvH.

Deswegen muss man sich in der 9. Klasse nicht in ein Fach einwählen, sondern belegt automatisch das Fach „Ästhetische Bildung“, d.h. die einzelnen Künste sind bei uns im Unterricht von Anfang an vernetzt. In „Ästhetische Bildung“ durchlaufen alle Schüler/innen nacheinander in so genannten Modulen die Fächer Kunst, Musik und Theater. Nach jedem Modul bereitet man mit den Lerninhalten aus dem jeweiligen Fach ein eigenes künstlerisches Produkt vor – eine Szene, ein Song usw. Das erste Modul im Schuljahr ist dabei vor allem auf die Auswertung der Erfahrungen des Betriebspraktikums ausgerichtet. Das heißt, das Betriebspraktikum wird auch in „Ästhetische Bildung“ vor- und nachbereitet: bei einer gemeinsamen Ausstellung bzw. Präsentation, die auch der Schulöffentlichkeit präsentiert wird.

In der 10. Klasse wird dieser fächerverbindende Ansatz weiter vertieft. Die Schüler/innen arbeiten in Gruppen an eigenen künstlerischen Produkten: Von einer multimedialen Ausstellung, einem Film, einer Aufführung bis hin zu einer szenischen Lesung ist hier vieles denkbar – je nachdem, wofür man sich interessiert und woran man weiterarbeiten möchte. Seit Jahren werden der Schulöfentlichkeit besonders gut gelungene Produkte im Rahmen des Sommerfestes präsentiert.

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