Schulprofil Bildung für nachhaltige Entwicklung: Gegenwart verstehen – Zukunft gestalten

Logo Nachhaltigkeit lernen

Unser Leitbild „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Entwicklung von Gestaltungskompetenz“ setzt auf zukunftsfähiges Lernen. Insbesondere die verantwortliche Partizipation der Schülerinnen und Schülern am Schulleben und eine Verantwortungsübernahme auch in gesellschaftlichen Kontexten sowie eine wertschätzende und konstruktive Kommunikations- und Konfliktkultur sind für uns seit Jahren schon die Fundamente unseres den ganzen Menschen umfassenden Bildungsanspruchs.

Gestaltungskompetenz entwickeln

Schülerinnen und Schüler, die zukünftig Wirtschaft, Politik und Kultur verantwortlich mitgestalten, werden vor zunehmend komplexen Aufgaben stehen. Unter dem Motto „Die Gegenwart verstehen – die Zukunft gestalten“ wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, einen konstruktiven Beitrag zur Bewältigung sowohl von alltäglichen Situationen in Familie und Beruf als auch bei den großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Globalisierung, der Klimaveränderung oder der aktuellen Flüchtlingsdynamik leisten zu können.

Hierfür ermutigen wir unsere Schülerinnen und Schüler dazu, sich eigenständig Wissen zu erarbeiten und anzuwenden sowie Kompetenzen zu erproben und zu trainieren. Dabei sind neben grundlegenden fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten weitere Kompetenzen wie vorausschauendes und interdisziplinäres Denken und Handeln, kooperatives und soziales Lernen, die Fähigkeit zu selbständiger Arbeit und die Umsetzung von Mitbestimmung und Mitgestaltung gleichermaßen wichtig.

Flyer Eigenverantwortliches Lernen

In verschiedenen Bereichen können unsere Schülerinnen und Schüler dieses lernen, indem sie Projekte gestalten und Verantwortung für sich als Person, den eigenen Lernprozess, die Umwelt, die schulische und globale Gemeinschaft übernehmen, u.a. durch:

  • Das Konzept „Lernen lernen“ in der Beobachtungsstufe
  • Die projekt- und handlungsorientierte Gestaltung des gemeinsamen WPIII-Bereiches der Klassenstufen 8 bis 10
  • Den Bereich Naturwissenschaft und Technik der Beobachtungsstufe, der vernetztes Denken, handlungsorientiertes Arbeiten und authentische Lernsituationen in den Vordergrund stellt
  • Den neuen übergreifenden Lernbereich „ästhetische Bildung“ im Wahlpflichtbereich der Mittelstufe
  • Individuelle Schwerpunktsetzungen im Rahmen der Profiloberstufe
  • Unterrichtseinheiten, die den Gedanken des nachhaltigen Lernens und entsprechender Kompetenzen auch im Fachunterricht herausfordern
  • Zwei jährliche Lernentwicklungsgespräche, die zugleich ein wichtiges Steuerungsinstrument für die vielfältigen Förder- und Forderangebote der Schule sind. Die Lernprozesse der Schüler werden gemeinsam mit Lehrern und Eltern reflektiert, Vereinbarungen für die Zukunft geschlossen, dokumentiert und überprüft
  • Die Schülerauditgruppe, die soziales und ökologisches Engagement der Mitglieder der Schulgemeinschaft regelhaft erfasst und auszeichnet
  • Wöchentliche Klassenlehrerstunden in den Jahrgängen 5 – 9
  • Halbjährliche Stufenaudits zum Unterricht, wodurch die direkte Mitgestaltung der Schüler am laufenden Unterricht und an neuen Entwicklungsvorhaben ermöglicht wird
  • Jährliche Klassensprecherseminare, bei denen alle Klassensprecher für zwei Tage außerhalb der Schule zu einem aktuellen Thema der Schulentwicklung arbeiten
  • Den Zweijährlichen Schulaustausch mit einer Partnerschule in Tansania, der Lernfelder für die globalen Zusammenhänge und Strukturen eröffnet

    20.06.06 - Aktion 'Bäume für die Zukunft'
    20.06.06 – Aktion ‚Bäume für die Zukunft‘

Qualitätsmanagement

  • Intern überprüfen wir die Fortschritte, Entwicklungen und Erfolge im Qualitätsbereich „Unterricht“ durch interne Untersuchungen und externe Lernstandserhebungen, diskutieren die Ergebnisse in Lehrerkonferenzen, Jahrgangsteamsitzungen, der Steuergruppe oder der Schulleitungsgruppe
  • Regelmäßige Einrichtungen sind u.a. die Stufenaudits unter Vorsitz der Abteilungsleiter unter Beteiligung von Schülervertretern und Kollegen, die jährliche Bilanz- und Strategiekonferenz zur Schulentwicklung mit Lehrern, Eltern- und Schülervertretern und schriftliche Befragungen von zufällig ausgewählten Schülern
  • Die Ergebnisse teilen wir auch der Schulaufsicht im jährlichen Entwicklungsbericht mit

plan-do-act-check - Qualitätsmanagement

Lange Tradition der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bereits 1998 knüpften wir in der Präambel unserer Schul- und Hausordnung und später in unserem Schulprogramm an die Aussagen der internationalen Agenda 21 an:

„Wir, die Mitglieder der Schulgemeinschaft des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, wollen mit unserem Denken und Handeln in unserer Schule einen aktiven Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Lebenssituation und Lebenschancen jetziger und zukünftiger Generationen leisten.
Leitbild sind für uns die Ziele der Agenda 21. Wir verpflichten uns, an einer umweltverträglichen, nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung auf ökologischem, ökonomischem und sozialem Gebiet mitzuwirken.
Mit unserem Handeln wollen wir einen Beitrag für eine gerechte Welt in einer globalen Partnerschaft leisten. Die kommenden Generationen sollen eine Welt vorfinden, in der es sich trotz der ererbten Lasten und Schwierigkeiten zu leben lohnt.“

10c gegen Rassismus
2013 – 10c gegen Rassismus

Arbeitsbereiche nachhaltiger Entwicklung an unserer Schule

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Die Vernetzung von ökologischen, sozialen und ökonomischen Denkweisen realisieren wir in folgenden Arbeitsbereichen:

  • Erfolgreiche Beteiligung an den fifty-fifty-Projekten zur Ressourceneinsparung von Energie, Wasser, Abfall und Betreiben einer eigenen Solaranlage
  • Gesundes Pausenfrühstück und aktive Pause
  • Einbindung von Aspekten der Sozial-, Umwelt- und Berufsorientierung in das Schulcurriculum und verbindliche sozial-ökologische Projekttage und ein Sozialpraktikum in der Studienstufe
  • Nachhaltige Schülerfirmen im Wahlpflichtbereich
  • Suchtpräventionsprojekte, Gewaltpräventionsveranstaltungen und Projekttage zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den digitalen Medien
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