Beratungslehrerin am AvH ist Frau Sommerfeld

Beratungsdienst am AvH

Der Beratungsdienst steht grundsätzlich allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft offen. Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern können ihn gleichsam in Anspruch nehmen. Das Beratungsangebot ist immer freiwillig und steht unter strenger Vertraulichkeit.

Zum Angebot gehören:

  • Individuelle Einzelfallhilfe – Einzelgespräche für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer
  • Schulklassenbezogene Beratung
  • Angebote zum sozialen Lernen für Schülergruppen
  • Mediation, Streitschlichtung und Konfliktmoderation
  • Präventionsangebote in Bereich von Sucht- und Gewaltthemen
  • Diagnostik (CFT 20 R- Testung)
  • Laufbahnberatung und (Hoch-)Begabtenförderung
    Kooperation mit außerschulischen Trägern und enge Zusammenarbeit mit Fachbehörden

Unser Ziel ist, allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft ein beratendes, klärendes und unterstützendes Angebot anzubieten, damit sie persönliche Ressourcen besser nutzen und Verantwortung für sich selbst übernehmen können. Zudem sollen sie die Möglichkeit haben, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken und ihre persönlichen Lern- und Lebensperspektiven entwickeln zu können.

© 2016 Claudia Sommerfeld, Beratungslehrerin am AvH

 

Warum sind Sie auf die Idee gekommen, Beratungslehrerin zu werden?

Ich selbst hatte ursprünglich gar nicht vor, mich als Beratungslehrerin ausbilden zu lassen. Da ich mit der Aufgabe als Klassenlehrerin und mit dem großen AvH-Chor, der zu der Zeit fast 90 Sänger/innen hatte, der Leitung des Marmstorfer Schülerorchesters und der Big-Band „Funky Hats“ genug verschiedene Bereiche hatte, die mich sehr in Anspruch genommen hatten. Nachdem mich jedoch verschiedene Kollegen und auch die Schulleitung angesprochen hatten, dass sie sich die Arbeit mit mir als Beratungslehrerin sehr gut vorstellen könnten und auch mehrere Schüler mich immer wieder bei Konflikten und Problemen um Hilfe gebeten hatten, beschloss ich, mir die Informationsveranstaltung anzusehen. Die zweijährige schulbegleitende Ausbildung fand ich dann auch so ansprechend und interessant, dass ich letztendlich zugestimmt habe. Und ich habe es bis heute auch nicht bereut!

Gibt es Fälle, bei denen Sie nicht weiterhelfen können?

Natürlich gib es immer wieder solche Fälle, in denen ich nicht ohne fachliche begleitende Unterstützung weiterhelfen kann. Das ist aber auch gar nicht der Sinn meiner Arbeit. Meine Aufgabe ist eher ein Klärungsgespräch zu führen, bei denen sich der/die Ratsuchende zunächst entlasten/aussprechen kann und wir gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten, d.h. ggf. auch Hilfe von anderen Institutionen, suchen können. Hier helfen dann oft die Kontakte zu Rebus, dem Kinderschutzzentrum, der Sucht-, oder Gewaltpräventionsstelle, der Migrationsstelle, der Erziehungsberatungsstelle u.a. Oftmals fällt es den Schülern leichter sich an mich zu wenden, bevor sie zu solch einer Stelle gehen. In der Regel reichen aber ein paar gemeinsame Gespräche, so dass wir die Unterstützung von anderen Institutionen nur selten in Anspruch nehmen.

Welche Schülerinnen und Schüler wenden sich an Sie?

Die überwiegende Anzahl der Schülerinnen und Schüler kommt aus der Mittelstufe, d.h. aus den Klassen 7-10. Aber auch Oberstufenschüler kommen seit einem Jahr verstärkt zu Gesprächen. Bei der Unterstufe kommen die Schülerinnen und Schüler selten allein. Meist handelt es sich hier zunächst um Elterngespräche oder Gespräche gemeinsam mit Kindern und Eltern, erst in der Folge kommen die jüngeren Schülerinnen und Schüler dann allein. Aber nicht nur Schüler und Eltern kommen zu Gesprächen auch Klassenlehrer, Fachlehrer und außerschulische Betreuungspersonen, die etwas mit den Schülerinnen und Schülern unserer Schule zu tun haben. Derzeit habe ich im Durchschnitt ca. 10-12 Gespräche pro Woche.

Unterliegen Sie der Schweigepflicht?

Selbstverständlich wird alles vertraulich besprochen. Ich unterliege sehr wohl der Schweigepflicht. Diese besteht nicht nur gegenüber Mitschülern und Eltern , sondern auch gegenüber den Lehrern und der Schulleitung. Die sogenannte „Offenbarungspflicht“ tritt nur ganz selten ein, nämlich dann, wenn Gefahr für das eigene Leben der/des Ratsuchenden oder das Leben Dritter besteht. Aber auch dies geschieht nicht „heimlich“, sondern darüber wird die/der Ratsuchende vorher informiert. Aber dies tritt wirklich nur sehr sehr selten ein, da das oberste Prinzip der Beratung neben Freiwilligkeit vor allem die Vertraulichkeit ist.

Was muss ein Schüler tun, wenn er mit Ihnen sprechen möchte?

Wenn eine Schülerin oder ein Schüler mich sprechen möchte, kann sie/er mich einfach vor dem Lehrerzimmer ansprechen oder mir einen Zettel ins Fach legen lassen, damit wir einen Gesprächstermin vereinbaren können.

© 2008 Adrianne, Jasmina, Kim, Anthony (9a/c)