Archiv der Kategorie: Allgemein

Viertes Trainingslager für Schülervertreter und -vertreterinnen des AvH am 22. und 23. November 2001

Was machen 70 Menschen im November auf dem Reiherhorst in Maschen? Ganz einfach, sie trainieren. Nein, nicht Sport, sondern Mitbestimmung in der Schule. Und wie sieht so ein Training aus?

Von 22 Teamerinnen und Teamern in diversen Sitzungen themenreich und altersspezifisch vorbereitet, wandelten die Schülervertreter auf den verschlungenen Pfaden der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Während die 5. und 6. Klassen sich mit professionellen Tipps und Tricks zur Informationsweitergabe vertraut machten und diese gleich vor Ort erprobten, standen für die Älteren sehr viel persönlichere Fragen im Vordergrund. „Wie werde ich von anderen Menschen gesehen?“ „Inwieweit deckt sich das Ergebnis mit meiner eigenen Einschätzung?“ In konkreten Übungen zur Eigen- und Fremdwahrnehmung konnte man eine Menge über sich selbst erfahren.

Der zweite Schwerpunkt bestand aus einem gezielten Kommunikationstraining . „Wie reagiere ich auf sogenannte Killerphrasen (z. B. „das haben wir schon immer so gemacht…“) und wie spreche ich Probleme an, ohne den anderen, sei es nun ein Lehrer oder eine Mitschülerin, zu beleidigen und ohne in eine Ecke gestellt zu werden?“

Außerdem wurde erstmalig der Versuch unternommen, anhand eines Planspieles die Gremien, die in unserer Schule eine Rolle spielen, kennen zu lernen und ihr Zusammenwirken transparenter zu machen. Laut Spielidee hatten die Schüler und Schülerinnen die Einrichtung eines Fitnessraumes an der Schule zu verfolgen. Nach einer etwas zähen Anlaufphase gipfelte der erste Spielabschnitt in einer solidarischen Aktion der Gruppen „Schüler“ und „Klassensprecher“ mit einer Demo vor der „Schulkonferenz“. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, skandierten die „Demonstranten“ den Slogan „weg mit den Pfunden“, trugen Plakate mit Aufschriften wie „weg mit der Plautze“ oder „AvH goes Athen 2004“.

Trotz kleiner „Kinderschuhprobleme“ waren sich fast alle Teilnehmerinnen einig, dass die Planspielidee als Methode unbedingt beibehalten und ausgebaut werden sollte, was sicher auch an der souverän geleiteten und ernsthaft gespielten Schulkonferenz lag, auf der die verschiedenen Interessengruppen ihre Argumente einbrachten und zu einer Beschlussfassung kamen.

Natürlich gab es auch ein ausgewiesenes Fun-Programm. Ein kreativer Fernsehabend, in Gruppen von insgesamt 70 Akteuren vorbereitet und gestaltet, beinhaltete vor lautstark kommentierendem Publikum Nachrichtensendungen, verschiedene Spielshows und Werbespots.

In den abschließenden Feedback-Gruppen wurden sämtliche Programmpunkte des Seminars differenziert, aber überwiegend positiv bewertet. Das zeigt auch das traditionelle Stimmungsbarometer, das in einer Skala von 1 bis 6 eine altersspezifische und anonyme Bewertung der einzelnen Programmpunkte ermöglicht. Natürlich klebten die meisten Punkte im Einser- und Zweierbereich.

Und im nächsten Jahr wollen 64 von 70 Teilnehmerinnen wieder mitkommen…

©2001 Hs

Schülerkonzert des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg

Am Freitag, dem 16. November 2001 machten sich unsere etwa 200 Fünft- und Sechst-Klässler nach der 3. Stunde mit zwei Sonderbussen auf in Richtung Eberthalle, wohin das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter dem Generalmusikdirektor Ingo Metzmacher Schülerinnen und Schüler aus ganz Harburg zu einem Konzert eingeladen hatte.

Auf dem Programm standen zwei Sätze der Mozart-Sinfonie A-Dur KV 201 und das „Credo in US“ von John Cage. Zu dem 2. Stück kann man auf der Webseite des Orchesters unter http://www.philharmonisches-staatsorchester-hamburg.de/ lesen:

… Von Anfang an hatte sich Cage für die Verwendbarkeit elektronischer Mittel und Medien interessiert. Bei „Credo in US“ ist es eine zufällig empfangene Radiosendung bzw. eine klassische Komposition, die in das Werk eingesetzt wird und dieses dadurch zu einer Collage umgestaltet. Das Präparieren eines Klaviers entwickelte Cage im Jahre 1938; hierzu werden verschiedene Materialien zwischen die Saiten eines Flügels gesteckt, so dass alle Dimensionen des Tons verändert werden. In Wirklichkeit stellt das Instrument nach der „Behandlung“ ein von einem einzigen Spieler überwachtes Schlagzeugensemble dar, das als „Solist“ neben die übrigen Schlagzeuger tritt …

© 2001 Tr

Au revoir!

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

Heute möchte ich mich von Ihnen und von Euch verabschieden. Über dreißig Jahre, davon vierzehn Jahre als Schulleiterin, bin ich nun am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium tätig gewesen. Es war eine lange, gute und natürlich unvergessliche Zeit, in der es viele Veränderungen gegeben hat. Man möge nur daran denken, dass wir, als ich 1967 als Referendarin an diese Schule kam, ein Jungengymnasium waren. Und es gab damals noch nicht so wie heute ein Schulprogramm mit einem besonderen Schulprofil und schon gar nicht, dass sich eine Schule einer Betriebsprüfung, dem Nachhaltigkeitsaudit, unterzog. Neu ist auch, dass wir nach unserer Leitlinie „Vom Denken zum Handeln“ mit einem Großprojekt zur Tat streiten:

Im März 2002 wird einen Gruppe, unterstützt von einem umfangreichen Sponsoring, an unserer Partnerschule in Somita (Gambia) eine Fotovoltaikanlage aufbauen, damit die Schule dort überhaupt eine Stromversorgung bekommt.

Die Arbeit hier bei uns, oftmals im Team, in einer stets tragfähigen sehr guten Atmosphäre und Kooperation, war für mich immer außerordentlich bedeutend. Gemeinsame Schulentwicklung besaß und besitzt einen hohen Stellenwert. Nicht ohne Grund ist das Alexander-von-Humboldt-Gymnsium auf den verschiedensten Gebieten Pilotschule.

Allen aus Ihrem und Eurem Kreise an der Schulgestaltung Mitwirkenden oder die Schule in vielen Dingen Unterstützenden spreche ich meinen herzlichsten Dank aus und ich wünsche Ihnen, liebe Eltern, für die eigene und für die Zukunft Ihrer Kinder alles Gute und viel Erfolg.

Die Leitung der Schule wird jetzt mein Stellvertreter, Herr Jürgen Marek, übernehmen. Damit ist die Kontinuität der Arbeit gewährleistet und das „Schiff“ Alexander-von-Humboldt wird witerhin einen guten Kurs steuern, davon bin ich überzeugt.

Mit freundlichen und herzlichen Grüßen

Ihre und Eure Krista Ernst-Fischer
21079 Hamburg, den 8. November 2001

Sonnenallee

„Wenn jetzt schon das Rot von der Fahne verblasst, dann machen die ernst…“

Nein, so weit ist man in Ostberlin Anfang der 70er Jahre noch nicht: Micha Ehrenreich und seine Freunde haben es nicht leicht. Sie leben am kürzeren Ende der Sonnenallee und das liegt in Ostberlin, direkt an der Mauer. Täglich geraten sie in neue Schwierigkeiten, ob es sich um verbotene Musik handelt oder um die geeignete Masche, Frauen anzusprechen oder um die schwierige Entscheidung, eine Widerstandsgruppe zu gründen oder drei Jahre zur Armee zu gehen…

Und dann ist da noch Miriam, die unumstrittene Schulschöne, Michas große Liebe. Nichts lässt er unversucht, sie kennen zu lernen. Auch wenn er dafür selbstkritische Vorträge auf der FDJ-Veranstaltung halten muss oder in den unpassendsten (=erfolgversprechendsten) Momenten vom Abschnittsbevollmächtigten (ABV) nach seinem Ausweis gefragt wird.

Mehr Erfolg hat Mario, Michas bester Freund, der einer jungen Existentialistin in die Hände fällt, die ihm den Satz „Du kannst dich nur frei machen, wenn du auch alle anderen frei machst“, sehr praktisch und hautnah klarmacht.

In Michas Familie herrscht der ganz normale sympathische Familien-Wahnsinn. Der Onkel aus dem Westen schmuggelt leidenschaftlich gern – aber nur legale Waren -, die Mutter sinniert über eine Chance, in den Westen zu gelangen, der Vater gibt sich als versierter Eingabenschreiber und Schwester Sabine würzt ihr Leben mit immer neuen Verlobten.

So nehmen die Dinge ihren Lauf. Alle versuchen aus ihrem Leben das Beste zu machen, denn schließlich kann keiner das System ändern. Wenn es in einem Song des Stückes heißt, „Du hast den Farbfilm vergessen, jetzt glaubt uns kein Mensch, wie schön`s hier war“, dann wird sehr deutlich, dass es in der ehemaligen DDR viel bunter zuging, als man in der Rückschau, speziell auch aus der West-Perspektive, gemeinhin annimmt.

Und wenn man jung und verliebt ist, ist sowieso (fast) alles rosarot…

Diese Botschaft wird mit großer Spielfreude, stimmungsvoller Livemusik (Orchester, Chor, Sologesang) und selbst choreographierten Tanzeinlagen weitergetragen von insgesamt 50 Schülerinnen und Schülern der Studienstufe (S2, S4) und der 9. Klasse.

© 2001 Hs

Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium als Umweltschule

Schülerinnen und Schüler, Eltern und Hausmeister, Lehrerinnen und Lehrer in 19 Hamburger Schulen haben sich an der ersten Ausschreibung als Umweltschulen beworben. Das Ergebnis kann sich sehen alssen: Acht Hamburger Schulen dürfen sich ein Schuljahr lang „Umweltschule in Europa“ nennen, das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium ist eine dieser Schulen. Es sind die ersten Schulen in der Bundesrepublik Deutschland, die diese Auszeichnung erhalten. „Umweltschulen“ gibt es bisher in Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, in Spanien und in Großbritannien. Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium als Umweltschule weiterlesen